Die gescheiterte deutsche Revolution 1918/1919 – Novemberrevolution

Die deutsche Revolution 1918/1919
– die gescheiterte –

Bald werden 100 Jahre seit der deutschen Revolution 1918/1919, dem Bürgerkrieg und den politischen, sozialen und bewaffneten Kämpfen der Jahre 1919 – 1923 vergangen sein.

Es wird dies die Zeit des großen Gedenkens sein an die Teilerfolge der sozialistischen Bewegung, an ihre katastrophalen Niederlagen und an die allzuvielen, die von der Gegenrevolution traumatisiert, verletzt, getötet oder  ermordet wurden.

Wem soll in weiteren 100 Jahren gedacht werden? Erneut dieser gescheiterten deutschen Revolution von 1918/1919? Dann zum 200-jährigen? In 200 Jahren zum 300-jährigen derselben Revolution?

Wann wird es eine neue Zeit des sozialistischen Umbruchs, des neuerlichen Aufbegehrens gegen das kapitalistische System, die Diktatur des Kapitals und seiner Oligarchen geben? Wie lange sollen – mit Papst Franziskus (Evangelii Gaudium, 2013) gesprochen – die „Diktatur einer Wirtschaft ohne Gesicht und ohne ein wirklich menschliches Ziel“,  „die Vergötterung des Geldes“, „die Gier nach Macht und Besitz“, „die Interessen des vergötterten Marktes“, die „soziale Ungleichheit“, das „gesellschaftliche und wirtschaftliche System“, das „an der Wurzel ungerecht ist“, noch anhalten? Sollen weitere 100 Jahre unnütz verstreichen, 200 Jahre, 300 Jahre?

Warum sollte es 2018 beim bloß 100-jährigen, 2118 beim bloß 200-jährigen Gedenken bleiben? Wann soll das aufhören? Warum sollte uns dieses Gedenken genügen? Warum nutzen wir nicht wenige Lebenszeit, die wir als menschliche Individuen haben? Warum und worauf warten wir? Carpe diem!

Es ist allerhöchste Zeit, der 1918/1919 begonnenen und verlorenen sozialen Revolution nicht nur zu gedenken, sondern an sie anzuknüpfen und einen neuen revolutionären Aufbruch zum Wohl der weit überwiegenden Mehrheit der Menschen endlich mit Erfolg abzuschließen, die sozialistische Revolution endlich zu machen. Der Kapitalismus hat schon viel zu viele menschliche Opfer gekostet. Und er tötet jeden Tag. Selbst Papst Augustinus bringt diesen Sachverhalt klar auf den Punkt, indem er schreibt: „Diese Wirtschaft tötet.“ Der Kapitalismus und seine Katastrophen und Kriege, sein direkter oder ausgelöster Terrorismus, seine Ausbeutung und Zerstörung von Menschen und übriger Natur, sein Imperialismus, Militarismus, Egoismus, seine Nutznießer und Gewinner, sein oligarchisches Herrschafts- und Wirtschaftssystem sind nicht weiter verantwortbar, niemals verantwortbar gewesen.

Beginnen wir solange wir es „nur“ mit Wirtschaftskriegen, Sanktionsregimen, mit kaltem Krieg, mit Kriegsdrohungen und Kriegsvorbereitungen zu tun haben, die Chance auf einen unblutigen, gewaltlosen, friedlichen Revolutionsverlauf also am größten ist. Warten wir nicht bis zum Krieg selbst bzw. dessen katastrophalem Ende, wie 1918/1919. Unter Kriegsbedingungen ist der revolutionäre Umbruch mit Sicherheit nicht einfacher zu machen als unter friedlichen Bedingungen. Eine wichtige Lehre aus 1918/1919 sollte sein, dass die bewaffnete Konterrevolution am Ende eines Krieges immer noch enorme Stärke haben könnte und die sozialistische Revolution Gefahr liefe, erneut militärisch zerschlagen zu werden.

Viel Zeit haben wir nicht mehr. Auch die immer bedrohlicheren Auswirkungen des Kapitalismus auf die klimatischen Bedingungen der Erde und die stetig anschwellenden Gefahren des von ihm genährten und erzeugten Terrorismus schreien danach, das zerstörerische System endlich zu stoppen und durch ein menschliches zu ersetzen.

Warum aber sollten wir uns – passiv – das Datum der sozialistischen Erhebung von der Gegenseite, den wenigen Nutznießern des Systems setzen und vorschreiben lassen? Warum sollten wir – aktiv – das Datum des längst ausstehenden radikalen gesellschaftlichen Umbruchs gegen den Status Quo nicht selbst bestimmen und konsequent und mit aller Kraft und Energie darauf hin arbeiten? Warum sollten wir uns nicht selbst das Zieldatum setzen? Warum nicht mutig und entschlossen den November 2018? 100 Jahre nach dem gescheiterten ersten Versuch. Das hätte Symbolcharakter. Und in 100 Jahren könnte es dann heißen: Die freie sozialistische Republik Deutschland gedenkt den entschlossenen, mutigen und furchtlosen Revolutionärinnen und Revolutionären der erfolgreichen sozialistischen Revolution der Jahre 2018/19.

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