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Am 09. November 1918 proklamierte Karl Liebknecht ein erstes Mal vor dem Stadtschloss in Berlin und ein zweites Mal vom Schlossbalkon aus die freie sozialistische Republik Deutschland.

Am 15. Januar 1919 wurde er dafür und für seinen selbstlosen internationalistischen Kampf gegen den äußeren und inneren Militarismus, imperialistischen Krieg und menschenverachtenden Kapitalismus und für eine soziale Revolution zum Wohl der weit überwiegenden Mehrheit der Menschen in Deutschland ermordet.

Dieses erste deutsche sozialistische Projekt scheiterte auch an Fehlern der Bewegung, vor allem aber durch die äußerst gewaltsame, brutale Unterwerfung der revoltierenden Menschen durch militärisch bewaffnete konterrevolutionäre Truppen in einem blutigen Bürgerkrieg, der von 1919 bis 1923 andauerte.

Am Ende der traumatischen Niederlage waren auf Seiten der Revolution Zehntausende von Verletzten und Verhafteten und neben den ermordeten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg mehr als 5000 Tote zu beklagen, alleine 1200 Tote in Berlin, 1000 Tote in München und Bayern und 1000 Tote im Ruhrgebiet.

Seither sind fast 100 Jahre vergangen, allerhöchste Zeit, sich der Proklamation der freien sozialistischen Republik Deutschland durch Karl Liebknecht nicht nur zu erinnern sondern sie – angesichts der mittlerweile völlig aus den Fugen geratenen Welt – erneut auf die Tagesordnung zu setzen (). Nichts spricht dagegen, alles spricht dafür!

Wie viele Jahrzehnte oder Jahrhunderte soll das belang- und geschichtslose Herumwursteln im und Herumbasteln am System ansonsten weiter gehen? Wie viele gesellschaftliche oder ökologische Katastrophen einschließlich Krieg sollen noch ertragen werden, bis es zum Wiederaufwachen kommt?

Um ganz deutlich zu machen, in welcher historischen und guten Tradition und Kontinuität der längst überfällige Aufbruch steht, sollte er mit der offensiven Wiederaneignung der alten Begriffe der sozialistischen Arbeiterbewegung (Proletariat, Arbeiterklasse, Klassenkampf etc.) verbunden werden, die ihr durch die „antibolschewistische“ Konterrevolution in der Weimarer Republik, den Hitler-Faschismus, Stalinismus, „Realsozialismus“ und den zum Dogma erhobenen Antikommunismus in Westdeutschland nach und nach entrissen wurden.

Warum tun wir daher nicht alles, was uns möglich ist oder uns gar unmöglich erscheint, damit wir Karl Liebknechts Proklamation der freien sozialistischen Republik Deutschland in naher Zukunft erneuern können? Warum nicht alle Energie dafür einsetzen, das Ziel vielleicht schon zum 100. Tag des Erinnerns und Gedenken, im Jahr 2018, zu erreichen (zumindest symbolisch)?. Illusorisch? Nicht illusorischer jedenfalls als zu glauben, das Ziel – falls es unausgesprochen nicht schon längst aufgegeben worden ist – könnte ohne Zieldatum oder durch die x-te Demonstrations-, Parlamentswahl- oder Regierungsbeteiligung der LINKEN auf Landes- oder Bundesebene jemals erreicht werden!

Wer sind dabei wir, wer ist das historische Subjekt des geschichtlichen Epochenbruchs? Wir sind im Wesentlichen immer noch dieselben wie damals, immer noch die übergroße Mehrheit der Bevölkerung, heute rund 2/3 der hier Lebenden, die nicht zu den wirklichen Gewinnern und Nutznießern des Kapitalismus gehören.

Auch wenn niemand uns den Erfolg garantieren kann, einen Versuch, das Notwendige zu tun, ist es auf jeden Fall wert. Denn wer kämpft, kann zwar verlieren, wer aber nicht kämpft, hat schon verloren!

Daher sollte es für uns ab heute (Januar 2015) und ganz aktuell und da die Pegida-Demonstrationen und ihre Ableger nun wirklich nicht die richtige Antwort auf die Grund- und Überlebensfragen in Deutschland im Besonderen und der menschlichen Geschichte im Allgemeinen sind und ganz im Sinne Karl Liebknechts heißen:

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statt PEGIDA.

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